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AüB-Barometer
Die weltwirtschaftlichen Turbulenzen und das Appenzellerland
Dienstag, 11. Juni 2013, 19.15 Uhr im Neubau der Scheinerei Anhorn AG
- Öffenlicher Vortrag mit Peter Eisenhut, Managing Partner der Ecopol AG
- Einlass ab ca. 19.00 Uhr, Werkhalle Anhorn AG, Luchten 1280, 9427 Wolfhalden, Eintritt frei
- Im Anschluss: Grusswort durch einen Vertreter der Anhorn AG und Betriebsführung.
AüB sucht neuen Geschäftsführer – Gemeinden verlängern Beitragszusage bis 2016
Christoph Wolnik verlässt den Verein aus privaten Gründen
Der Verein Appenzellerland über dem Bodensee (AüB) ist auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer. Der Stelleninhaber Christoph Wolnik hat aus privaten Gründen zum 31. Mai 2013 gekündigt und wird eine neue berufliche Aufgabe in der Region Basel übernehmen. Der Vereinsvorstand bedauert die Entscheidung von Herrn Wolnik und dankt ihm für seine in den vergangenen zwei Jahren geleistete Aufbauarbeit.
Gleichzeitig nimmt er erfreut zur Kenntnis, dass sämtliche neun AüB-Mitgliedergemeinden (Grub, Heiden, Lutzenberg, Bezirk Oberegg, Rehetobel, Reute, Wald, Walzenhausen, Wolfhalden) einer Verlängerung des jährlichen Beitrags bis und mit 2016 zugestimmt haben.
Die Stelle als AüB-Geschäftsführer/in im Rahmen von 40 bis 50 Stellenprozenten wird zeitnah ausgeschrieben. Interessierte Personen können sich zudem direkt mit Christoph Wolnik in Verbindung setzen (Tel. 079 882 99 13, Email: christoph.wolnik@aueb.ch).
AüB-Wahlpodium
In ihrer heutigen Ausgabe berichten die Herisauer Nachrichten ausführlich vom AüB-Wahlpodium, welches am vergangenen Freitag in Rehetobel stattgefunden hat. Lesen Sie hier den gesamten Artikel.
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AüB veranstaltet Wahlpodium im Vorderland
Diskussionsrunde mit allen Kandidatinnen und Kandidaten der Regierungsrats-Ergänzungswahlen von Appenzell Ausserrhoden am Freitag, 8. Februar 2013, um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum Rehetobel
Der Verein Appenzellerland über dem Bodensee (AüB ) hat eine Podiumsdiskussion zu den Ergänzungswahlen für den Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden organisiert. Am Freitag, dem 8. Februar 2013, werden sich Inge Schmid (SVP), Paul Signer (FDP) und Samuel Büechi (GRAL) ab 19.30 Uhr im Grossen Saal des Gemeindezentrums von Rehetobel der Bevölkerung vorstellen. Auch Regierungsrätin Marianne Koller-Bohl (FDP), welche als einzige für das Landammann-Amt kandidiert, wird an der Veranstaltung teilnehmen. Der Eintritt ist frei, moderiert wird die Diskussion von AüB-Geschäftsführer Christoph Wolnik.
Der Verein, welcher sich in der Standort- und Wirtschaftsförderung für die acht Vorderländer Gemeinden in Appenzell Ausserrhoden und den Bezirk Oberegg (AI) engagiert, schafft mit dem Wahlpodium in Rehetobel ein Zusatzangebot zu den entsprechenden Veranstaltungen der Appenzeller Zeitung im Hinter- und Mittelland. Der erste Wahlgang der kantonalen Ergänzungswahlen wird gemeinsam mit den eidgenössischen Abstimmungen am 3. März 2013 abgehalten.
AüB bleibt konstant bei 15.300 Einwohnern
Starker Zuwachs aus dem Vorjahr konnte gehalten werden
Das Appenzellerland über dem Bodensee (AüB) hatte zum Jahresende 2012 genau 15.306 Einwohner und konnte damit sein Bevölkerungswachstum von über einem Prozent aus dem Jahr 2011 halten. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 lebten genau zwei Personen mehr im AüB als ein Jahr zuvor, was in puncto Veränderung einer „schwarzen Null“ entspricht. Dabei hatte keine Gemeinde oder der Bezirk Oberegg einen starken Rückgang zu verzeichnen, alle Veränderungen liegen im Bereich einer normalen Schwankung. Damit konnten die teils starken Zuwächse in einzelnen Gemeinden aus dem Jahr 2011 (s. AüB-Wirtschaftsnews vom März 2012) gehalten werden, wodurch sich dieses Bevölkerungswachstum im Nachhinein als nachhaltig erweist.
Positiv herauszuheben ist Reute, wo mit einem Plus von 37 Einwohnern ein Anstieg von fast 6 Prozent registriert wurde. Nach Angaben der Gemeindeverwaltung haben hier im vergangenen Jahr vor allem junge Familien ein neues Zuhause bezogen. Durch die starke Wohnungsbau-Tätigkeit in der Region könnte sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren vielerorts fortsetzen.
AüB-Einwohnerstand 2012 und Veränderung im Vergleich zum Vorjahr
„AüB-Strom“: 100% Schweizer Wasserkraft für das Appenzellerland über dem Bodensee
Energieversorger beschliessen gemeinsames Grundversorgungsprodukt
Das Appenzellerland über dem Bodensee (AüB) stellt ab dem kommenden Jahr auf 100% Schweizer Wasserkraft um. Der „AüB-Strom“ wird zum Jahreswechsel von den sieben lokalen Energieversorgern in der Region als Standardprodukt für Haushalte und Kleingewerbe eingeführt, der bisherige Grundmix mit bis zu 80% Atomstrom fällt weg. Privatkunden in Grub, Heiden, Oberegg, Reute, Schachen, Walzenhausen und Wolfhalden werden somit ab dem 1. Januar 2013 mit Strom aus erneuerbaren Energien beliefert. Grössere Gewerbebetriebe können wählen, ob sie in den „AüB-Strom“ wechseln wollen.
Im Rahmen des Projektes „Energieregion AüB“, welches erneuerbare Energien fördern und Energieeffizienz steigern möchte, ist die Einführung einer gemeinsamen natürlichen Grundversorgung im Strombereich ein deutliches Zeichen der sieben lokalen Energieversorger im Appenzellerland über dem Bodensee (EV Grub, EW Heiden, Elektra Oberegg, EK Reute, EK Schachen, Elektra Walzenhausen, EK Wolfhalden). Mit der Umstellung auf 100% Schweizer Wasserkraft soll der Energiewende und dem damit verbundenen Ausstieg aus der Atomenergie in der Schweiz ein Schritt entgegen gegangen werden. Die sieben lokalen Energieversorger decken mit dem „AüB-Strom“ einen Grossteil der Haushalte im Appenzellerland über dem Bodensee ab.
Der „AüB-Strom“ wird mit 0.2 Rappen pro verbrauchte Kilowattstunde (kWh) nur minimal teurer sein als der bisherige Grundmix mit bis zu 80% Atomstrom. Dieser Preisunterschied verursacht selbst bei einem Einfamilienhaus mit 5500 Kilowattstunden jährlichem Stromverbrauch nur geringe Mehrkosten von lediglich 11.- Franken im Jahr. Zusätzlicher Naturstrom, beispielswiese aus Solarenergie oder Biomasse, kann jederzeit beim zuständigen Energieversorger bestellt werden.
AüB-Geschäftsführer Christoph Wolnik (links) freut sich gemeinsam mit den Vertretern der lokalen Energieversorger über den „AüB-Strom“. Von rechts: Daniel Frunz (Betriebsleiter Elektra Walzenhausen), Felix Eisenhut (Präsident Elektra Oberegg), Arlette Schläpfer (Präsidentin EK Schachen), Christoph Mettler (Betriebsleiter EW Heiden), Colin V. Harrison (Betriebsleiter EK Wolfhalden), Erika Streuli (Gemeindepräsidentin Grub/EV Grub). Es fehlt: Jakob Heierli (Präsident EK Reute).
Der Bezirkshauptmann von Oberegg Hannes Bruderer (links) und sein Vorgänger im AüB-Vorstand Martin Bürki, Landesfähnrich von Appenzell Innerrhoden.
Mitgliederversammlung wählt Bezirkshauptmann Hannes Bruderer in den Vorstand
Verein Appenzellerland über dem Bodensee (AüB) zu Gast bei der Varioprint AG in Heiden
Der Bezirkshauptmann von Oberegg, Hannes Bruderer, ist von der Mitgliederversammlung des Vereins Appenzellerland über dem Bodensee (AüB ) einstimmig in den Vorstand gewählt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Martin Bürki an, welcher nach der Wahl zum Landesfähnrich von Appenzell Innerrhoden seinen Sitz geräumt hatte. Der Verein für Standort- und Wirtschaftsförderung, welcher rund 75 Unternehmen und Einzelmitglieder sowie sämtliche Vorderländer Gemeinden und Oberegg zu seinen Mitgliedern zählt, reserviert einen der neun Vorstandssitze für den Innerrhoder Bezirk. Die übrigen acht Sitze werden von Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Kultur aus der Region besetzt.
Vereinspräsident Max Koch durfte am vergangenen Montagabend knapp 30 Mitglieder in den Räumen der Varioprint AG in Heiden begrüssen. Die traktandierten Geschäfte waren schnell erledigt, weisst doch der einstimmig abgenommene Jahresabschluss 2011 einen Gewinn von gut Fr. 10‘700.00 aus. Die seit 2010 vollzogene Neuausrichtung des Vereins mit der Anstellung eines Geschäftsführers bezeichnete Koch als erfolgreich abgeschlossen, Christoph Wolnik habe sich seit seinem Amtsantritt am 1. Mai 2011 gut eingearbeitet. Mit der „Energieregion AüB“ läuft nun in diesem Jahr das erste Projekt des Vereins an, es soll erneuerbare Energien und die Steigerung der Energieeffizienz in der Region in den kommenden Jahren fördern.
Anschliessend an die Versammlung stellte Markus Brönnimann als Präsident der Stiftung zur Förderung der Appenzell A.Rh. Wirtschaft das Weiterbildungsprojekt „Fit for Business“ vor. Der Gastgeber, Varioprint-Geschäftsführer Andreas Schmidheini, rundete mit einem Vortrag über die Stärken und Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts Heiden die Hauptversammlung ab.
Interkommunale Zusammenarbeit im AüB auf hohem Niveau
Studie der Universität Bern bestätigt guten Eindruck der Gemeindepräsidien
Im Bericht zur Analyse der Gemeindestrukturen in Appenzell Ausserrhoden, welchen der Regierungsrat nach einem Postulat des ehemaligen Kantonsrats Roger Sträuli in Auftrag gegeben hatte, wurde unter anderem die interkommunale Zusammenarbeit der Gemeinden analysiert. Das ausführende Kompetenzzentrums für Public Management (KPM) der Universität Bern kommt dabei zu dem Ergebnis, dass die Vorderländer Gemeinden im Appenzellerland über dem Bodensee (AüB) in vielen Bereichen kooperieren. Sei es bei der Spitex, der Sozialberatung, der Wirtschaftsförderung, der Abfallentsorgung oder dem Abwasser, die AüB-Kommunen nutzen zahlreiche Synergie-Möglichkeiten, um den Service public kostengünstig und leistungsstark zu gestalten. Jede Gemeinde teilt sich mit jeder anderen Gemeinde aus der Region mindestens drei Aufgabengebiete, Heiden arbeitet mit Grub, Reute und Wolfhalden jeweils sogar in acht Bereichen zusammen. Mit den nicht berücksichtigten kantonsübergreifenden Kooperationen mit dem Bezirk Oberegg AI wäre die Anzahl noch höher.
Der gesamte Bericht zur Analyse der Gemeindestrukturen in Appenzell Ausserrhoden kann auf der Homepage des Kantons eingesehen werden.
> zum Bericht
Zustimmung für Projekt „Energieregion Appenzellerland über dem Bodensee (AüB)“
Alle Mitgliedergemeinden befürworten auch Bewerbung um Programm vom Bund
Alle acht Vorderländer Gemeinden (Grub, Heiden, Lutzenberg, Rehetobel, Reute, Wald, Walzenhausen und Wolfhalden) sowie der Bezirk Oberegg, welche im Verein Appenzellerland über dem Bodensee (AüB) für Standort- und Wirtschaftsförderung zusammen arbeiten, haben der Projektidee „Energieregion AüB“ zugestimmt. Auch die Bewerbung um ein Unterstützungsprogramm vom Bundesamt für Energie, das eine Beratungsleistung zur Analyse der Energie-Situation und entsprechender Optimierungspotentiale in der Region bietet, wird von allen neun Kommunen unterstützt. Sollte der Antrag, welcher nun bis zum 30. April eingereicht werden muss, erfolgreich sein, haben sich die Gemeinden und der Bezirk bereit erklärt, dem Verein „Energiestadt“ beizutreten sowie geringfügige Ressourcen zur Datensammlung zur Verfügung zu stellen.
Ziel der Energieregion AüB ist die konzertierte Förderung und Unterstützung von erneuerbaren Energien sowie die Steigerung der Energieeffizienz in der Region. Dabei sollen die zahlreichen Initiativen, welche das Energiethema bereits verfolgen, in ihrer Tätigkeit keinesfalls konkurrenziert, sondern durch das gemeinsame Interessensdach in ihrer Effektivität gestärkt werden. Neben den ökologischen Vorteilen soll das Appenzellerland über dem Bodensee auch von wirtschaftlichen Effekten profitieren. Durch die erhofften Investitionen im Energiebereich entsteht neue Wertschöpfung in der Region, es werden Aufträge für das lokale Handwerk und Gewerbe generiert. Der Verein Appenzellerland über dem Bodensee tritt dabei aber nicht selbst als Investor in z.B. Fotovoltaik-Anlagen auf. Zur Finanzierung des Projektes „Energieregion AüB" bemüht sich der Verein um einen Beitrag aus der Neuen Regionalpolitik (NRP).
"Gwerb12"
Das Appenzellerland über dem Bodensee präsentiert sich vom 25. bis 27. Mai auf der "Gwerb12", der diesjährigen Messe des Handwerker- und Gewerbevereins Wolfhalden/Lutzenberg. Im Rahmen eines Gemeinschaftsstandes mit den beiden Gemeindeverwaltungen von Lutzenberg und Wolfhalden können sich die Besucher über das AüB als Wohn- und Wirtschaftsstandort informieren. Ein Repräsentant des Vereins für Standort- und Wirtschaftsförderung steht während der Ausstellung für Fragen gerne zur Verfügung.
Die "Gwerb12" findet auf dem Gelände der Primarschule Lutzenberg, Gitzbüchel 278, statt.
"Das AüB muss seine Qualitäten als Wohnort in die Waagschale werfen"
Peter Eisenhut aus Reute ist als Managing Partner der Ecopol AG ein Experte für Standort-Analysen.
Im Interview erzählt er, welche Chancen das AüB als Wirtschaftsstandort und Wohnregion hat.
AüB: Euro-Krise, Franken-Stärke, Griechenland-Pleite: allerorten hört man Horrorszenarios für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Ist die konjunkturelle Lage aus Ihrer Sicht wirklich so schlecht wie sie im Moment beschrieben wird? Lässt sich die Rezession noch vermeiden?
Peter Eisenhut: Die aktuellen Konjunkturindikatoren lassen hoffen, dass wir das konjunkturelle Tief erreicht haben. Genährt werden diese Hoffnungen durch robuste Exporte, den standhaften Arbeitsmarkt und einigen positiven Signalen von der Weltwirtschaft. Ich bin allerdings zufrieden, wenn wir am Ende des Jahres eine schwarze Null in der Entwicklung des Bruttoinlandproduktes ausweisen können.
AüB: Wie wirkt sich diese Grosswetterlage auf den Wirtschaftsstandort AüB mit teilweise hochspezialisierten Betrieben aus?
Peter Eisenhut: Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld ist die Situation v.a. für exportorientierte Unternehmen am Wirtschaftsstandort AüB schwierig. Gerade hochspezialisierte Unternehmen, die sich durch Innovationskraft, Qualität und Exzellenz auszeichnen, haben aber vergleichsweise gute Chancen, die konjunkturellen Turbulenzen einigermassen ungeschoren zu überstehen. Wenn es gelingt, sich aus der Masse der Konkurrenten herauszuheben und eine gewisse Alleinstellung zu erreichen, wird man für den Kunden unentbehrlich.
AüB: Immer mehr Schweizer Firmen kündigen an, ihren Produktionsstandort in den Euro-Raum verlegen zu wollen und begründen dies mit der momentanen Frankenstärke. Mit welchen Standortfaktoren kann eine Region wie das AüB punkten, um einen solchen Nachteil auszugleichen?
Peter Eisenhut: Die Region kann als attraktiver Standort für Unternehmen z.B. mit einem günstigen Kostenumfeld (tiefe Steuern und Immobilienpreise, Lohnniveau) punkten .Aber wie schon angesprochen wird der Zwang zu Innovationen, zu Spezialitäten und Nischenprodukten, die nur schwer kopiert werden können, in Zukunft noch stärker zum Erfolgsfaktor als bisher. Qualitäts- und technologiegetriebene Produkte (Waren und Dienstleistungen) benötigen u.a. ein genügendes Reservoir an hochqualifizierten Arbeitskräften. Dabei den Fokus auf die Region AüB zu richten, wäre zu kleinräumig. Entscheidend ist, dass wettbewerbsstarke Unternehmen in der Agglomeration St.Gallen/Rorschach/Rheintal gehalten werden können und sich neue ansiedeln, so dass das AüB auch die Chance erhält, seine Qualitäten als Wohnort in die Waagschale zu werfen.
AüB: Bei welchen dieser Standortfaktoren sehen Sie im AüB Nachholbedarf? Wo könnte man z.B. durch Projekte ansetzen?
Peter Eisenhut: Platzverhältnisse und verkehrstechnische Erschliessung im Kanton schränken den Aufbau oder die Ansiedlung grosser Produktionsbetriebe ein. Die markanten Geländeeinschnitte verteuern die Verkehrsinfrastruktur und erschweren die Mobilität. Untervertreten sind wertschöpfungsstarke Dienstleistungsbranchen, die auf hochqualifiziertes Personal angewiesen sind. Das AüB hat aber einen unterdurchschnittlichen Anteil von hochqualifizierten Einwohnern. Das neue Regierungsprogramm setzt die richtigen Schwerpunkte: Arealentwicklung und Bauen / Wohnen. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung der Kantonsprojekte ist ein aktives Mittragen und Mittgestalten der Gemeinden.
AüB: Eine AüB-Gemeinde nach der anderen veröffentlicht in diesen Wochen positive Jahresrechnungen für 2011. Teilweise liegen die Steuereinnahmen deutlich höher als budgetiert. Kommt die Krise am Ende im AüB gar nicht an?
Peter Eisenhut: Man darf sich zu Recht über die gute finanzielle Lage der Gemeinden und des Kantons freuen, aber eine Konjunkturflaute macht sich erst mit einer zeitlichen Verzögerung bei den öffentlichen Finanzen bemerkbar. Erfreulich ist auch die tiefe Arbeitslosigkeit. Der starke Franken, Schuldenkrise und Warnsignale aus einigen Absatzländern sorgen allerdings dafür, dass wir uns gegenwärtig zwischen „hoffen und bangen“ bewegen.
AüB: Sie selbst wohnen in der AüB-Gemeinde Reute. Was würde aus Ihrer ganz persönlichen Sicht und Erfahrung das Appenzellerland über dem Bodensee als Wohnort noch attraktiver machen?
Peter Eisenhut: Notwendig ist meines Erachtens die Förderung eines Wohnungsangebotes, das sich quantitativ und qualitativ an den Bedürfnissen der Zielgruppe ausrichtet. Die Einwohner im AüB schätzen eine hohe Lebensqualität, die Förderung und Erhaltung eines gesunden Lebensraums bietet dafür die beste Voraussetzung. Es ist notwendig, verkrustete Denkbarrieren im politischen und gesellschaftlichen Kontext zu überwinden, um Neues entstehen zu lassen. Dabei denke ich z.B. an die kleinräumigen politischen Strukturen und an die vorherrschende Bewahrungsmentalität.
AüB-Bevölkerungsstand auf Fünf-Jahres-Hoch
Das Appenzellerland über dem Bodensee ist 2011 im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent gewachsen. Die Einwohnerzahl stieg damit um 150 auf genau 15300 Personen, welche zum 31.12.2011 in einer der neun AüB-Gemeinden ihren Wohnsitz hatten. Damit wurde der höchste Stand in den vergangenen fünf Jahren erreicht. Diese kontinuierliche Steigerung ist auch auf neuen Wohnraum zurückzuführen, welcher in dieser Zeit in der Region entstanden ist. Das gesunde Wachstum soll durch weitere Bauprojekte aufrecht erhalten werden. Beispielsweise entsteht in Heiden momentan die Wohnüberbauung Rosental, Reute könnte durch neue Ein- und Mehrfamilienhäuser in Mohren wachsen und in Wolfhalden ist neuer Wohnraum auf der Kronenwiese geplant.
AüB-Gemeinden präsentieren sich auf Immo Messe Schweiz
Vom 23. bis zum 25. März 2012 findet die 14. Immobilienmesse für Eigentum, Umwelt, Energie, Bau und Renovation auf dem Gelände der Olma Messen in St. Gallen statt. Als Teil des Gemeinschaftsstandes von Appenzell Ausserrhoden werden auch sieben Gemeinden aus dem Appenzellerland über dem Bodensee zeigen, welch attraktive Wohnlage sie zu bieten haben. Neben freiem Bauland in Grub, Heiden, Lutzenberg, Rehetobel, Reute, Walzenhausen und Wolfhalden, wird auch das aktuelle Angebot an Wohnungen präsentiert, welches unterschiedlichsten Bedürfnissen und Ansprüchen gerecht wird.
Der Stand von Appenzell Ausserrhoden mit der Nummer 54 befindet sich in Halle 9.1. Der Eintritt zur Immo Messe Schweiz ist frei.
Links zu aktuellen Immobilienangebote aus dem Appenzellerland über dem Bodensee finden Sie auf der Seite Wohnen.
Alle Infos zur Immo Messe Schweiz auf www.immomesse.ch.



